Erfahrungen mit einer Online-Leistungskontrolle in den Grundlagen der Elektrotechnik

Hintergrund:

In unserer zweisemestrigen Lehrveranstaltung „Grundlagen der Elektrotechnik“ gibt es schon seit Menschengedenken eine Leistungskontrolle bzw. Übungsscheinklausur zur Mitte bzw. zum Ende des Semesters. Früheres Ziel war, die Studierenden in einer gewissen Prüfungssituation mit ähnlichen, klausurtypischen Aufgaben auf die tatsächliche Prüfung vorzubereiten, semesterbegleitende Rückmeldung zum Kompetenzstand zu geben und natürlich vielleicht auch die Durchfallquote in der eigentlichen Prüfung zu senken.

Bedingt durch die Corona-Pandemie konnte die Leistungskontrolle nicht wie geplant im Dezember 2020 in Präsenz stattfinden, sondern wurde auf Januar 2021 verschoben, damit mehr Vorbereitungszeit möglich war. Da ein Format mit vielen numerischen Zahlenwert-Aufgaben und wenigen Multiple-Choice-Fragen geplant war, das nur sehr wenig Korrekturaufwand erfordert, war dadurch auch keine größere Verzögerung der Meldung der Übungsscheine an das Prüfungsamt zu erwarten.

Vorbereitung:

Natürlich machte ich mir schon im Laufe des Semesters ein paar Gedanken und sammelte erste Ideen, aber richtig Zeit für die Vorbereitung der Online-Leistungskontrolle fand ich erst in der Pause zwischen Weihnachten und Neujahr. Auf Basis einiger alter Zusatzaufgaben, einiger Aufgaben von Kolleg*innen anderer Hochschulen und einigen neu konzipierten Aufgaben stellte ich einen Test im Moodle zusammen. Die Vorgehensweise war dabei etwa wie folgt:

  1. eine passende Aufgabe finden (solides Einstiegsniveau, in möglichst wenig Teilschritten und mit wenig Herleitungsaufwand lösbar, weil sich diese sowieso nicht bewerten lassen)
  2. eine Musterlösung entwickeln, noch mal den Lösungsaufwand überprüfen
  3. die Aufgabe und Lösung außerhalb des Moodle verschriftlichen (Ich nutze dafür LaTeX-Quelltexte in einem Subversion-Repository.)
  4. die Aufgabentext ins HTML-Format überführen, was bei Formelzeichen, mathematischen Ausdrücken usw. einigen Aufwand macht
  5. die Lösung in eine Antwortformel überführen, randomisierte Eingangswerte erzeugen
  6. ein sinnvolles Feedback überlegen, z.B. mit einem Link auf einen Wikipedia-Artikel, der Hinweise zu korrekten Lösung gibt
  7. die Frage im Fragenkatalog des Moodle-Kurses anlegen
  8. die Fragen aus dem Fragenkatalog des Moodle-Kurses in den eigentlichen Moodle-Test übernehmen
  9. den Test zunächst durch ein Passwort schützen und zum Testen an passende Kolleg*innen weiterleiten

Außerdem habe ich eine Test-Leistungskontrolle mit wenigen ähnlichen Fragen im Moodle-Kurs angelegt und inklusive kurzer Informationen zum Prozedere der geplanten Leistungskontrolle an die Studierenden weitergeleitet.

Die Rückmeldung der Kolleg*innen zur eigentlichen Leistungskontrolle, die nach einigen Tagen eintrafen, warum dann extrem wertvoll, um:

  • Tippfehler und Unklarheiten in der Formulierung zu finden, die durch eine gewisse eigene Betriebsblindheit entstanden sind
  • einen realistischen Zeitaufwand für die Lösung abzuschätzen

In der Woche vor der Leistungskontrolle habe ich die Studierenden dann in den Online-Lehrveranstaltungen mehrfach an die Leistungskontrolle erinnert, das Prozedere erklärt, auf die Test-Leistungskontrolle hingewiesen und Fragen zum „Was hätte, wäre, wenn …“ beantwortet.

Etwa einen Tag vor der Leistungskontrolle habe ich den Test im Moodle dann „scharfgeschaltet“, also das Passwort entfernt, die Zahl der Versuche auf einen Versuch eingeschränkt sowie den Zugriffszeitraum und die Bearbeitungsdauer eingeschränkt.

Ankündigung:

Außerdem habe ich die Studierenden etwa einen Tag vor der Leistungskontrolle mit folgendem Text noch mal über alle Details informiert.

Werte Studierende,
wie heute im Online-Plenum besprochen, sind hier alle Informationen zur morgigen Leistungskontrolle. Die Leistungskontrolle wird als Online-Test über das Moodle durchgeführt und verschiedene numerische Fragen und Multiple-Choice-Fragen umfassen.
Zugriffslink:
https://elearning.ovgu.de/mod/quiz/view.php?id=xxxxx
Die Leistungskontrolle ist am Mittwoch, den 20. Januar 2021, verfügbar zwischen 19:00 und 21:00 Uhr.
Die reine Bearbeitungszeit ist allerdings auf 1 Stunde und 30 Minuten begrenzt, so dass 30 Minuten Puffer für eventuelle technische Probleme verbleiben. Sie haben für die Lösung einen erlaubten Versuch, alle knapp 30 Fragen zu beantworten. Alle Teilnehmenden bekommen die gleichen Fragen, jedoch in unterschiedlicher Reihenfolge und mit unterschiedlichen Zahlenwerten.
Durch die Randomisierung der Reihenfolge werden möglicherweise ähnliche Teilaufgaben von zusammengehörigen Aufgabentypen voneinander getrennt. Deshalb ist es sinnvoll, Zwischenwerte zu notieren, um mehrfach gleiche Rechnungen zu vermeiden, denn die Zahlenwerte sind bei diesen zusammengehörigen Teilaufgaben jeweils immer gleich.
Um ein Raten der Lösung zu unterbinden, ist die Toleranz bei den Zahlenwerten auf +- 1% eingestellt, weshalb Sie nicht zu stark runden sollten.
Insgesamt sind in der Leistungskontrolle maximal 30 Punkte erreichbar. Die Prüfungszulassung wird erteilt, wenn aus beiden Leistungskontrollen und allen Zusatzaufgaben insgesamt 40 Punkte erreicht werden
Zur Online-Leistungskontrolle sind praktisch alle Hilfsmittel (Skripte, Formelsammlungen, Online-Lexika, Übungsunterlagen, Simulationswerkzeuge, etc.) zugelassen. Auch eine Kommunikation über Online-Medien ist nicht verboten.
Der einzige beschränkende Faktor ist die Bearbeitungszeit. Es ist deshalb empfohlen, zur Vorbereitung ein A4-Blatt mit einer eigenen Auswahl an Formeln zu beschreiben. Außerdem sind eventuell ein klassischer wissenschaftlicher Taschenrechner sowie Stifte und Notizzettel empfohlen.
Eine Anmeldung zur Leistungskontrolle ist nicht erforderlich.
Eine Test-Leistungskontrolle mit einigen bespielhaften Fragen ist verfügbar.
Während der Leistungskontrolle ist technischer Support über das Zoom-Meeting der GET-Sprechstunde (https://ovgu.zoom.us/j/91829526001, Passwort: xxxxxx) und telefonisch unter 0391-67-52195 verfügbar.
Bitte achten Sie bei der Leistungskontrolle darauf:

  • an einem Ort mit möglichst zuverlässiger Internetverbindung zu sein
  • den Akku eines mobilen Computers vorher aufzuladen bzw. das Gerät am Netzteil zu betreiben
  • eventuelle Betriebssystemupdates vorher durchzuführen bzw. zeitweise zu deaktivieren

Abschließend wünsche ich viel Spaß und viel Erfolg bei der Bearbeitung der Aufgaben!
Viele Grüße, Mathias Magdowski

Durchführung:

Etwa 30 Minuten vor der Prüfung bin ich dann vom Home-Office ins Büro gefahren, um dort mit etwas sicherer Internetverbindung im Zoom-Meeting und web-unabhängig über meine Bürotelefonnummer erreichbar zu sein. Das Zoom-Meeting hätte ich auch von Zuhause aus durchführen können, wollte aber meine Home-Office-Telefonnummer nicht preisgeben. Auch ein dienstliches Mobiltelefon ist leider nicht vorhanden.

Knapp 10 Minuten vor Beginn der Leistungskontrolle wählen sich dann die ersten Studierenden ins Meeting ein, die FOMO-mäßig schauten, ob es dort noch einige wichtige Last-Minute-Informationen gibt. Ich verwies dort einfach noch mal auf den Link zur Leistungskontrolle und wünschte viel Erfolg, worauf die Studierenden das Meeting verließen.

Zu Beginn der Leistungskontrolle schaute auch ich gespannt auf die Anzeige im Moodle, ob der Test sich fristgerecht aktiviert und began nebenbei damit, einige erste Erfahrungen bei Twitter zu teilen.

Nach 10 Minuten meldeten sich dann die ersten Studierenden via Zoom, die alle Fragen durchklickten und sich nun wunderten, warum sie diese nicht mehr beantworten können. Ich löschte die jeweiligen Versuche und die Studierenden begannen erneut.

Es gab weitere Rückfragen, z.B. zum Umgang mit Rundungsfehlern oder zur Interpretation mathematischer Ausdrücke, die sich aber alle schnell per Zoom, übers Telefon oder per E-Mail klären ließen. Etwas verwirrend aus studentischer Sicht war z.B. die Darstellung zu starker Rundungsfehler.

Beispiel für ein Problem mit Rundungsfehlern: Wie kann es sein, dass 0,8 Ohm als falsch und doch als richtig angezeigt wird? Die exakte Lösung beträgt 7,6 V/9,6 A, also 0,791666 Ohm. Der vom Studenten eingegebene gerundete Wert von 0,8 Ohm hat einen relativen Fehler von 1,05 %, der eben größer als +- 1% ist, und damit nicht akzeptiert wird. Leider ist die Angabe des korrekten Ergebnisses in Moodle selbst zu stark gerundet. Das ist aber nur ein Problem der Anzeige, intern wird korrekt gerechnet.

Zur Mitte der Bearbeitungszeit gab es dann noch einige Rückfragen, ob man zu bisher unbearbeiteten Aufgaben zurückkehren kann, die ich verneinte. Einige Studierende entschlossen sich daraufhin, Ihren Versuch komplett von mir löschen zu lassen und neu zu beginnen, andere entschieden dafür, ihre bisher erreichten Teilpunkte zu akzeptieren.

Zum Ende gab es dann kaum noch Fragen, der Zugriff zur Leistungskontrolle wurde vom Moodle automatisch abgeschaltet und alle Studierenden, die noch nicht abgegeben hatten, mussten automatisch ihren Versuch beenden und abgeben.

Nachbereitung:

Einer der entscheidenden Vorteile von elektronischen Tests mit randomisierten Zahlenwert- und Multiple-Choice-Fragen ist die schnelle, weil automatische Korrektur und die direkte Rückmeldung an die Studierenden. Direkt nach der Leistungskontrolle konnte ich die Gesamtpunkte aus dem Moodle exportieren, mit anderen Zusatzpunkten kombinieren und entsprechende Übungsscheine an das Prüfungsamt melden.

Etwas problematisch ist dabei, dass man eine Tabelle mit den Testergebnissen, aber ohne Matrikelnummern, oder eben eine Tabelle mit Matrikelnummern, aber ohne Testergebnisse exportieren kann. Verbindenes Element beider Tabellen ist aber die eindeutige E-Mail-Adresse der Studierenden, so dass sie sich in einer Tabellenkalkulation per SVERWEIS-Funktion miteinander verbinden lassen.

Außerdem werde ich noch eine kleine Auswertung mit der Gesamtpunktverteilung an die Studierenden verteilen, eventuell auch noch ein Video davon erstellen, in dem ich die Aufgaben löse und kurz erkläre, denn meines Erachtens sind die Aufgaben zumindest für das nächste Semester sowieso „verbrannt“.

Auswertung und Ausblick:

  • Online-Leistungskontrollen mit Zahlenwert-und-Einheit- oder Multiple-Choice-Fragen erfordern einiges an Vorbereitungsaufwand, insbesondere beim Fragendesign, senken aber den Korrekturaufwand enorm. Das lohnt sich aus meiner Sicht ab etwa 50 bis 100 Studierenden.
  • Über Online-Leistungskontrollen mit Zahlenwert-und-Einheit- oder Multiple-Choice-Fragen lassen sich nicht alle Kompetenzen abbilden und abprüfen, die über handschriftliche Leistungskontrollen möglich sind. Deshalb sollten man vielleicht noch anderen semesterbegleitenden Assessments wie z.B. personalisierte Aufgaben mit Peer Review im Portfolio haben.
  • Man kann Studierende, inbesondere jene mit wenig Erfahrungen in solchen Prüfungsformaten, nicht oft und intensiv genug über das anstehende Online-Leistungskontrollformat informieren, um Unklarheiten, Rückfragen und Frustration vorzubeugen.
  • In diesem Sinne ist eine Test-Leistungskontrolle für die Studierenden auf der gleichen Plattform, mit ähnlichen Aufgabentypen, der gleichen Eingabeschnittstelle und vergleichbaren Auswertungsalgorithmen eine sehr gute Idee.
  • Während der Leistungskontrolle sollten die Studierenden möglichst mehrere, niederschwellige und redundante Möglichkeiten zum Stellen von Rückfragen haben (z.B. per Zoom-Meeting, per Telefon, per E-Mail).
  • Die Befürchtung, dass Studierende aufgrund der Nutzbarkeit des Internets, numerischen Berechnungswerkzeugen wie MATLAB/Octave oder Simulationsprogrammen wie LTspice sowie durch die Möglichkeit der Kommunikation über Online-Medien nun deutlich besser abschneiden bzw. es viel schwieriger wird, die eigene Leistung zu bewerten, hat sich nicht bestätigt, denn die Verteilung der Gesamtpunktzahl ist sehr gut vergleichbar mit bisherigen Leistungskontrollen in Präsenz.

    Punkteverteilung der Online-Leistungskontrolle vom 20.01.2021:


    Punkteverteilung der Präsenz-Leistungskontrolle vom 11.12.2019:

Aufgrund dieser Vorteile werden wir auch nach den Einschränkungen durch die Corona-Pandemie nicht zu einer klassischen Präsenzleistungskontrolle zurückkehren sondern weiter beim Online-Format bleiben, auch wenn dafür jeweils neue Fragen nötig sind.

Für die Weiterentwicklung des Format ist aber eine gemeinsame Auswertung mit den Studierenden z.B. in Form einer Evaluation mit einem Fragebogen, mittels Interviews oder durch informelle Gespräche nötig. Hierfür freue ich mich insbesondere auch über studentische Rückmeldung.

Außerdem wäre es wünschenswert, wenn sich Lehrende über Hochschulgrenzen hinaus über passende Fragenformate austauschen, gemeinsame Fragenkataloge pflegen sowie gegenseitig begutachten, um mit überschaubarem Aufwand zu guten Testinhalten zu gelangen. Hierfür braucht es natürlich einen übergeordneten Organisations- und Vernetzungsaufwand sowie entsprechende technische Austauschplattformen.

Ein mögliches Online-Take-Home-Prüfungsformat für die Grundlagen der Elektrotechnik

Da mit den aktuellen Informationen der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg zur Prüfungsphase im Wintersemester 2020/21 (unbeaufsichtigte) Online-Klausuren als alternative Prüfungsform nicht ausgeschlossen werden, sind Open-Book- bzw. Take-Home-Exams eine der möglichen Ideen.

Als eventuelle Anregung für andere Prüfungen ist hier mal meine Prüfungsidee für das zweisemestrige Modul „Grundlagen der Elektrotechnik I und II“ an der Fakultät für Elektro- und Informationstechnik aus inhaltlicher, fachlicher und didaktischer Sicht. Den rechtlichen sowie datenschutzrechtlichen Rahmen kann und möchte ich an dieser Stelle nicht erörtern. Aus meiner Sicht wäre folgende Vorgehensweise und Kommunikation gegenüber den Studierenden denkbar:

Die für Donnerstag, den 18.02.2021 im Zeitraum von 14 Uhr bis 17 Uhr geplante Prüfung zur Lehrveranstaltung „Grundlagen der Elektrotechnik 1, 2“ (ÜS 800011) wird als Online-Klausur bzw. Open-Book-Klausur durchgeführt. Für Sie als Student*in bedeutet dies, dass Sie an der Prüfung von zuhause aus und damit entsprechend ohne Aufsicht teilnehmen.

Vor der Prüfung melden Sie sich wie üblich im LSF bzw. über das Prüfungsamt zur Prüfung an. Voraussetzung dafür ist der Übungsschein.

Kurz vor der Prüfung (etwa 15 min) bekommen Sie die Prüfungsaufgaben als PDF-Datei per E-Mail an Ihre studentische E-Mail-Adresse zugeschickt. Die Prüfungsklausur besteht aus Aufgaben, die ähnlich wie die Übungsaufgaben aufgebaut sind. Die Themen der Aufgaben entsprechen den Übungsthemen, die in beiden Semestern behandelt wurden. Das Aufgabenblatt ist dabei maximal 500 kB groß und sollte sich somit auch über langsame Internetverbindungen in kurzer Zeit herunterladen lassen.

Während der Prüfung lösen Sie die Aufgaben und notieren Ansatz, Lösungsweg sowie Zwischen- und Endergebnisse nachvollziehbar und handschriftlich. Zur Überprüfung oder Kontrolle können Sie natürlich gern Numerikprogramme wie MATLAB/Octave, Computeralgebrasysteme wie Maxima oder Netzwerksimulatoren wie LTspice oder EasyEDA nutzen, bewertet wird am Ende allerdings die handschriftlich notierte Lösung.
Weitere Hinweise dazu:

  • Berechnungen nicht mit Bleistift schreiben
  • für jede Aufgabe eine neue Seite beginnen
  • auf jeder Seite unten links ein Rechteck in der Größe des Studierendenausweises freilassen (siehe unten)
  • Punkte für einzelne Aufgaben siehe Aufgabenblatt
  • es ist die vorgegebene Berechnungsmethode zu verwenden, sonst 0 Punkte
  • richtiges Ergebnis gilt nur, wenn der Lösungsweg plausibel ist
  • Aufgabenunterteilung in a), b), … beibehalten, ist meist hilfreich
  • Endergebnisse nach Möglichkeit hervorheben

Zur Feststellung Ihrer Identität behalten wir uns auch vor, Ihre Schrift stichprobenartig in Form einer Schriftprobe mit den handschriftlichen Lösungen in den zwei Leistungskontrollen bzw. den personalisierten Zusatzaufgaben zu vergleichen.

Gegenüber den üblichem Präsenzklausuren sind die Aufgabenblätter individualisiert, d.h. jede(r) Teilnehmer*in bekommt eigene Aufgaben, die aber in der Schwierigkeit, im Umfang und in den Themenbereichen vergleichbar sind. Da Sie bei der Lösung zuhause mehr Möglichkeiten (z.B. Software, siehe oben) nutzen können, steigt der Aufgabenumfang gegenüber den bisherigen Präsenzklausuren von 9 auf 10 Aufgaben. Die Bearbeitungszeit beträgt wie bisher 180 min bzw. 3 h.

Während der Prüfung steht Ihnen technischer Support über das Zoom-Meeting der GET-Sprechstunde (https://ovgu.zoom.us/j/123456789, Passwort: xxxxxx) und telefonisch unter 0391-67-52195 verfügbar.

Am Ende der Prüfung fotografieren Sie Ihre handschriftlichen Lösungen ab bzw. scannen diese ein und laden sie hoch. Dabei muss auf jedem abfotografierten Lösungsblatt Ihr Studierendenausweis in der linken unteren Ecke deutlich sichtbar sein.

Für das Abfotografieren/Einscannen und Hochladen haben Sie weitere 30 min Zeit. Falls Ihre Internetverbindung sehr langsam ist, genügt es auch, zunächst eine MD5-Prüfsumme ihrer Dateien zu erzeugen (z.B. mit http://onlinemd5.com/) und diese fristgerecht hochzuladen. Danach laden Sie dann die eigentliche Datei nach der Frist hoch, die aber natürlich der gleichen Prüfsumme entsprechen muss. Außerdem müssen Sie eine Erklärung zur eigenständigen Lösung ausfüllen und unterschrieben einreichen.

Dabei würde ich zum Hochladen für jede Einzelaufgabe ein eigenes Einreichungsformular im Moodle anlegen, so dass die Studierenden für jede Aufgabe eine separate Rückmeldung zum Upload-Erfolg bekommen. Der Link zum jeweiligen Uploadformular würde ich direkt auf der Aufgabenstellung (auch als QR-Code) verlinken. Erlaubte Dateiformate wären wie schon im Laufe des Semesters PDF, JPEG und PNG.

Die Vorgehensweise hat z.B. gegenüber einem Test mit reinen Multiple-Choice- oder Zahlenwert-Aufgaben einige Vorteile:

  • Es wird keine gute Internetverbindung vorausgesetzt. Studierende benötigen auch nicht notwendigerweise einen Drucker und einen Scanner, sondern nur ein Smartphone/Tablet-PC bzw. alternativ eine Digitalkamera und einen Laptop oder PC.
  • Man kann den für uns sehr wichtigen Ansatz sowie Rechen- und Lösungsweg mit bewerten, was mit reinen Multiple-Choice- und Zahlenwert-und-Einheit-Aufgaben nur schwer abprüfbar ist und sehr gut gestaltete Fragen voraussetzt.
  • Wenn wir erst mal weiter beim jahrelang etablierten Aufgabenformat bleiben, ist das für die Studierenden nur eine geringe Umstellung, die entsprechend wenig Unsicherheiten hervorruft. Außerdem ist die Vergleichbarkeit mit den vorherigen Jahrgängen sehr gut möglich.
  • Bei handschriftlichen Lösungen kann man eine Schriftprobe machen. Ich bin da wenig paranoid, aber es hilft natürlich etwas, eine gewisse Authentizität sicherzustellen, die sonst bei reinen Online-Formaten schwer zu prüfen ist. Auch eine technisch, administrativ sowie personell aufwendige und datenschutzrechtlich äußerst bedenkliche Fernüberwachung mit Audio- und Videosignalen durch Online-Proctoring wird durch viele mögliche Angriffsvektoren nicht viel dagegen helfen und eher das Vertrauen und die Transparenz im Umgang mit den Studierenden aufs Spiel setzen.

All das ist mir in der Übungsscheinklausur bzw. Leistungskontrolle, die als reiner Multiple-Choice-Test bzw. mit Zahlenwert-Aufgaben stattfindet, egal bzw. nicht so wichtig. Außerdem haben wir ja noch das Format der semesterbegleitenden personalisierten Zusatzaufgaben, mit anonymem Peer Review, über die wir auch schon viele Kompetenzen vermittelt und geprüft haben.

Perspektivisch ist das für mich eigentlich auch der Königsweg, eine summative Prüfung durch viele kleine formative Assessments zu ersetzen, die kontinuierliche Rückmeldung geben und gleichzeitig ein dauerhaftes „Outsourcen der Prüfungsleistung“ aufwendiger machen. Trotzdem gibt man durch reine Multiple-Choice- oder Zahlenwert-Aufgaben schon sehr viel vom Rechenweg vor und gibt den Studierenden keine Möglichkeit, individuelle Fehler zu machen, von denen ich hier einige gesammelt habe:

Nachteilig beim beschriebene Take-Home-Format ist:

  • Man benötigt für die individuelle Zusammenstellung der Aufgaben einen großen Katalog an Prüfungsaufgaben, der aber bei uns vorhanden ist. Außerdem lässt sich bei Online-Prüfungen natürlich nicht ausschließen, dass Studierende die Prüfungsaufgaben danach sammeln, weitergeben und studiengangsintern veröffentlichen.
  • Der Korrekturaufwand ist natürlich recht hoch. Da es es sich in diesem Semester aber „nur“ um eine Nachschreibeklausur handelt und der Korrekturaufwand gegenüber einer klassischen Präsenzklausur nicht vergrößert ist, ist das aber für kleine Kohorten irrelevant.

Einen großen Vorteil in Online-Klausuren sehe ich aber zusammenfassend auch darin, endlich lebensnahe Kompetenzen wie die numerische Rechnung in MATLAB oder die praxisrelevante Simulation in einem Netzwerksimulator abzubilden. Ich hoffe mal, dass die Studierenden dann schon allein dafür sorgen werden, dass die wichtigen 4K-Kompetenzen Kommunikation, Kolloboration, Kreativität und kritisches Denken dabei auch nicht zu kurz kommen.

Didaktisch motivierte Wunschliste an Videokonferenzsysteme wie Zoom

Es ist ja bald Weihnachten und man darf sich vielleicht etwas wünschen. Basierend auf den Erfahrungen der ersten sieben Semesterwochen im Corona-Wintersemester 2020/2021 und passend zur Jahreszeit formuliere ich deshalb mal ein paar didaktisch motivierte Wünsche an das Videokonferenzsystem Zoom, die aber sinngemäß natürlich auch für andere solcher Systeme für die videobasierte Distanzlehre gelten. Vielleicht liest ja ein*e Entwickler*in von Zoom oder der Weihnachtsmann mit.

  1. Breakout-Räume zur freien Auswahl sollten auf eine maximale Teilnehmenden-Anzahl begrenzbar sein.
    Ich nutze Breakout-Räume oft und gern für die Kleingruppenarbeit, z.B. zum Diskutieren und Lösen von kurzen Übungsaufgaben während des Online-Plenums oder der regulären Online-Übungstermine. Beim Online-Plenum habe ich die Studierenden anfangs einfach wahllos und automatisch in Kleingruppen von etwa 4 bis 5 Personen zugeordnet. Die Studierenden kannten sich nicht notwendigerweise und so ließ ich ihnen immer etwas Zeit für eine kurze Vorstellungsrunde innerhalb der Session. Das funktionierte einige Wochen ganz okay.
    Problem: Nach einigen Wochen verließen immer einige Studierende das zentrale Zoom-Meeting sobald ich die Arbeit in Kleingruppen und Breaktout-Sessions ankündigte. Die Ursache dafür waren nicht die Übungsaufgaben oder die Kleingruppenarbeit an sich, sondern die zufälligen Gruppen. Die Studierenden hatten sich mittlerweile kennengelernt und wollten in und mit ihrer etablierten und angestammten Lerngruppe arbeiten. Also verließen sie das zentrale Meeting, um sich in einem anderen Videokonferenzsystem ihrer Wahl (Skype, Discord, Google Meet, …) wieder zusammenzuschalten.
    Die Lösung dafür waren Breakout-Räume, in denen sich die Studierenden selbst einwählen konnten. Ich öffnete genügend Räume und bat per privatem Chat um „selbstorganisierendes Chaos“ für die Zuordnung der vorhandenen Lerngruppen zu den Räumen. War ein gewählter Raum schon „besetzt“, sollte sich die Lerngruppe einfach einen anderen, noch freien Raum suchen.
    Neues Problem: Die Studierenden neigen zu „Grüppchenbildung“ und es gibt nun Räume mit 15 bis 20 Studierenden, die das Konzept der Kleingruppenarbeit natürlich ad absurdum führen.
    Eine Lösung dafür wäre eine einstellbare maximale Teilnehmendenanzahl für Breaktout-Sessions. Ist eine Session und damit eine Lerngruppe „voll“, dürfen und müssen die überzähligen Studierenden eine neue, eigene Session und Lerngruppe aufmachen. Das ist natürlich eine gewisse Bevormundung, aber mir kann niemand erzählen, dass in einer Lerngruppe von 20 Personen alle gleichsam aktiv und beteiligt sind.
  2. Aktivität in Breakout-Sessions sollte von außen sichtbar sein.
    Oft passiert es, dass fünf Studierende in einer gemeinsamen Breakout-Session sind, aber trotzdem nicht zusammenarbeiten. Leider erkennt man als Lehrperson nicht von außen, in welchen Breakout-Sessions Aktivitäten erfolgen (z.B. gesprochen oder der Bildschirm freigegeben und darauf gezeichnet wird) und in welchen nicht. In anderen Videokonferenzsystem wie Yotribe/Wonder erkennt man so etwas z.B. an pulsierenden Avataren oder Sprechblasen. Es geht an der Stelle auch nicht darum zu wissen, was in den Breakout-Räumen gesprochen wird, sondern nur darum, dass dort überhaupt gesprochen wird. Eine solche Funktion in Zoom wäre sehr wünschenswert, um als Lehrperson schneller die inaktiven Sessions zu identifizieren und dort noch mal zur Mitarbeit anzuregen, ein*e Student*in zur Übernahme der Moderation zu überzeugen oder eventuelle technische Probleme zu lösen.
  3. Beim Eintritt in Breakout-Sessions sollte man virtuell anklopfen können.
    Wenn ich als Lehrperson virtuell von Raum zu Raum „hüpfe“, um z.B. Fragen zu beantworten, bin ich sofort im Raum und höre und sehe alles, was die Studierenden gerade tun und was natürlich nicht unbedingt zur Lehrveranstaltung gehören muss. Das führt schon mal zu Irritationen und zu dem einen oder anderen peinlichen Moment. Schönes wäre es, wenn ich virtuell anklopfen könnte und die Studierenden eine Meldung im Sinne von „Achtung, in 3, 2, 1 betritt der Host die Session“ sehen.
  4. Zoom-Umfragen sollten Freitextfragen ermöglichen.
    Die Umfrage-Funktion in Zoom ist toll für Icebreaker, für Feedback sowie zur generellen Aktivierung und Mitbestimmung. Bisher sind in Zoom aber nur Single-Choice- und Multiple-Choice-Fragen möglich. Immerhin sind diese aber auch anonym nutzbar. Offene Fragen mit Freitextantworten lassen sich damit natürlich nicht ermöglichen, weshalb ich dafür momentan auf externe Werkzeuge und Plattformen wie Mentimeter ausweichen muss.
  5. Zoom-Umfragen sollen sich im- und exportieren lassen.
    Ich nutze Umfragen oft und gern. Natürlich erstelle und sammle ich passende Umfragen in externen Werkzeugen wie z.B. den LaTeX-Quelltexten der anderen Lehrveranstaltungsunterlagen. Ein „Import“ der vorhandenen Umfragen in Zoom ist nur händisch per Kopieren und Einfügen möglich. Ein Im- und Export über strukturierte Textdateien oder z.B. XML-Dateien wäre wünschenswert, so dass man Umfragen einfacher speichern, zwischen Meetings austauschen kann und damit nachnutzen kann.
  6. Skizzen im Zoom-Whiteboard sollten sich schrittweise freigeben lassen.
    Die Kommentieren-Funktion im Zoom-Whiteboard bzw. in der Bildschirmfreigabe lässt sich super für grafisches Audience Response nutzen. Ein Problem dabei ist: Alle Teilnehmenden sehen sofort alle anderen Zeichnungen. Wenn ein*e Student*in etwas zeichnet, was richtig erscheint, zeichnen das alle anderen Studierenden nach, ohne selbst weiter darüber nachzudenken. Besser wäre es aber, wenn wie beim Wall-Programm von Jörn Loviscach erst mal alle Teilnehmenden nur ihre eigene Skizze sehen. Als Host kann man dann zunächst alle studentischen Skizzen verbergen und diese dann einzeln oder gemeinsam zur Diskussion freigeben. Das erzeugt eine ganz andere didaktische Dynamik als das simultane gemeinsame Zeichnen.

Ihr habt weitere Ideen und Wünsche für Zoom im Speziellen oder Videokonferenzsystem im Allgemeinen? Formuliert sie gern in den Kommentaren!

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Updates im Online-Netzwerksimulator EasyEDA

Im Rahmen einer personalisierten Zusatzaufgabe sollen unsere Studierenden den Ersatzwiderstand ihres individuellen Schaltbildes im Online-Netzwerksimulator EasyEDA berechnen. Leider ist das im Herbst 2018 von mir erstellte Video
https://youtu.be/VahQoXCAdG8
zur Berechnung des Ersatzwiderstandes einer einfachen Schaltung nicht mehr ganz aktuell, weil sich dessen Oberfläche geändert hat. Deshalb möchte ich in diesem Artikel kurz auf die Neuerungen eingehen.

  1. Zunächst erst mal muss man auf der Webseite https://easyeda.com/editor links oben den Modus von ‚Std‘ auf ‚Sim‘ wechseln.
  2. Dann ändert sich das Menü ‚EELib‘ auf der linken Seite, so dass man eine ideale Spannungsquelle bzw. Stromquelle und z.B. ein Multimeter als Anzeigewerkzeug auswählen kann.
  3. Nach einem Klick auf den Button ‚Starten Sie Ihre Simulation‘ erscheint dann auf dem Schaltbild erst mal die hier unnötige Anweisung .tran 10m für eine transiente Simulation über einen Zeitraum von 10 Millisekunden.
  4. Diese ändert man dann einfach in die korrekte Anweisung .op für eine Bestimmung des Gleichspannungsarbeitspunktes (engl. operating point).
  5. Und schon bekommt man die korrekten Simulations- bzw. Berechnungsergebnisse.

Virtuelle Praktika im Online-Semester

Gastbeitrag von Thomas Schallschmidt

Im letzten Sommersemester 2020 wurde aufgrund der Corona-Pandemie auch die Lehre an der Otto-von-Guericke-Universität als reines Online-Angebot durchgeführt. Diese Art der Lehre stellte alle Beteiligten vor neue Herausforderungen, sowohl die Studierenden als auch die Dozent*innen mussten sich in diese neue Situation erst einarbeiten. Es galt kurzfristig neue Konzepte für die Lehre zu finden und umzusetzen. Vorlesungen und Übungen wurden z.B. als synchrone Online-Veranstaltungen oder auch als asynchrone Videoaufzeichnungen realisiert.

Eine besondere Herausforderung war die Umsetzung von Praktika, die in den Ingenieurwissenschaften ein fester Bestandteil der Lehre sind. Praktika dienen der Festigung von theoretisch vermitteltem Vorlesungsstoff. Zusätzlich werden Kompetenzen im Beschreiben von technischen Sachverhalten vermittelt.

Es galt auch diese Art der Lehrveranstaltungen virtuell anzubieten. Hierfür wurde für die Grundlagenveranstaltung „Allgemeine Elektrotechnik“ eine auf MATLAB-basierende App entwickelt, die das Bedienen einer spannungsgesteuerten Gleichstrommaschine virtuell nachbildet.

Spannungsgesteuerte Gleichstrommaschine

Die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg verfügt über eine umfangreiche MATLAB-Campuslizenz, die es allen Studierenden ermöglicht, MATLAB entweder lokal zu installieren oder über die MATLAB-Online-Plattform zu nutzen. Hierdurch kann eine hohe Verfügbarkeit realisiert werden. Erweitert durch die Möglichkeiten der E-Learning-Plattform konnten die Studierenden den Versuch mit Antestat, Versuchsdurchführung, Protokollerstellung und Bewertung komplett online durchführen und erhielten abschließend ein persönliches Feedback zu ihren Ausarbeitungen.

Die Nachbildung des dynamischen Verhaltens der spannungsgesteuerten Gleichstrommaschine ermöglichte den Studierenden das virtuelle Experimentieren. Die Änderungen der Eingangsgrößen wie Ankerspannung, Erregerstrom und Widerstandsmoment beeinflussten direkt das Drehzahlverhalten der Maschine und über das zusätzlich nachgebildete thermische Verhalten können deren Einflüsse auf die Erwärmung des Motors direkt dargestellt werden. Damit kann man den Motor sogar virtuell überlasten und überhitzen, was in der Praxis aus Sicherheitsgründen nicht möglich ist. Trotzdem fehlt natürlich die Anmutung, die Haptik und der Geräuschpegel eines echten Antriebsversuchsstandes.

Diese Art des Praktikums führt die Studierenden frühzeitig an die Nutzung von MATLAB heran und festigt ihre Kompetenzen im Bereich der Auswertung von technischen Sachverhalten. Im kommenden Wintersemester wird diese Art des Praktikums auch für die Umsetzung des aktiven und passiven Zweipols und des Schwingkreises genutzt. In der folgenden Abbildung ist der Aufbau der Versuche gezeigt.

Version EE01 – Grundstromkreis
Versuch EE02 – Parallelschwingkreis

Zukünftig wird das Angebot noch erweitert, so dass sich noch mehr Anwendungsmöglichkeiten ergeben. Denkbar ist unter anderem die Nutzung der Versuche mit individuellen Parametern oder auch die Verwendung im Bereich der Studienwerbung. Hierbei ist auch eine Überführung in Python und Qt für die Visualisierung denkbar.

Text: Thomas Schallschmidt (mit kleinen Ergänzungen von Mathias Magdowski)

Mein persönliches Semesterfazit für die Grundlagen der Elektrotechnik

Liebe Studierende,

die Prüfungsklausur in den Grundlagen der Elektrotechnik ist jetzt fertig kontrolliert sowie ausgewertet und die Lehrveranstaltung in diesem etwas ungewöhnlichen Corona-Online-Semester damit mehr oder weniger offiziell abgeschlossen. Ich möchte das als Gelegenheit nutzen, noch mal ein persönliches Fazit zu ziehen.

Der Semesterstart im April war für uns alle sicherlich sehr ungewohnt, aufregend, etwas improvisiert und unvorhersehbar in der weiteren Planung. Für die Grundlagen der Elektrotechnik gab es aber schon seit langer Zeit ein gutes Skript und Buch zum Selbstlernen, einige Video mit Beispielaufgaben, ein gutes Übungsheft und zahlreiche weitere interaktive Materialien wie Quizfragen oder Simulationsbeispiele, die sich eigentlich sehr gut zum Selbstlernen eignen sollten. Diese haben wir dann versucht, im Moodle noch mal etwas strukturierter und mit einer Wochenplanung versehen bereitzustellen.

Außerdem gab es ja eine Online-Vorlesung mit einem gewissen Anteil zur Wissensvermittlung und ebenfalls vielen interaktiven Elementen, Quizfragen, gemeinsamem Zeichnen, etc. Statt Übungsterminen, in denen vorgerechnet wird, gab es täglich zwei Online-Sprechstundentermine zum Stellen von Fragen und zur Diskussion zu den Inhalten.

Zunächst möchte ich allen Teilnehmer*innen danken, die sich regelmäßig aktiv in diesen Formaten eingebracht haben. Leider waren das meiner Meinung nach aber viel zu wenige. Ein Satz der mich in der Evaluierung wirklich gestört hat, war die Aussage „Übungen sollten auch live angeboten werden. Auch wenn einfach nur eine Aufgabe vorgerechnet wird, ist dies besser, als die Aufgaben komplett alleine lösen zu müssen.“.

Das ist meines Erachtens leider komplett falsch. Ich kann mir die ganze Tour de France im Fernsehen anschauen, in denen die besten Radfahrer der Welt ihr Können zeigen, gut Fahrradfahren lerne ich dadurch sicher nicht. Ich kann mir ganz viele Kochsendungen im Fernsehen anschauen, ein guter Koch wird trotzdem nicht aus mir werden, wenn ich nicht vor oder nach jeder Kochsendung mal jedes Rezept selbst ausprobiere.

Man muss schon mal selbst den Mut haben, sich seines eigenen Verstandes zu bedienen und selbst nach Bearbeitung der Einstiegsaufgaben wagen, vielleicht auch mal an einem Lösungsweg zu scheitern. Dann kommt man in die Online-Sprechstunden, fragt und bekommt Hilfe angeboten. Man muss aber schon mal selbst aktiv werden, selbst nachdenken und selbst eine Lösungsidee entwickeln, nur vom Zurücklehnen und Konsumieren von vorproduzierten Videos oder der bloßen Teilnahme an einer Online-Vorrechnen-Übung wird man nicht viel Kompetenzen in den Grundlagen der Elektrotechnik erlangen und aufbauen.

Dabei haben wir versucht, Ihnen viele Brücken zu bauen, sich selbst auszuprobieren und auch direkt Rückmeldung und Feedback zu bekommen. Leider wurden auch die Quizze im Moodle viel zu wenig genutzt (nur von etwa 10% der Studierenden), das Suche-Biete-Forum war bis auf einen Eintrag komplett tot. Auch das Fragenforum wurde kaum genutzt, außer von mir, um dort Fragen und die zugehörigen Antworten zu sammeln, die mir per E-Mail geschickt wurden.

Auch der Chat in Zoom wurde viel zu selten genutzt, um Rückfragen zu stellen, wobei ich das genau wie im Moodle-Forum noch verstehen kann, wenn man als Studierende(r) keine vermeintlich „dumme Frage“ für immer und ewig mit dem eigenen Namen verknüpft in einem Forum oder Chatverlauf zu stehen haben möchte. Die anonyme Variante über Pigeonhole wurde aber leider auch nicht viel besser angenommen.

Weiterhin haben wir mit dem personalisierten Aufgaben versucht, Ihnen zu zeigen, wie sinnvoll es sein kann, sich gegenseitig über Ihre Lösungsideen auszutauschen und mögliche Verbesserungen zu diskutieren. Ob das außerhalb der Aufgaben viel genutzt wurde, kann ich nicht einschätzen, vermute es aber eher nicht. In der Aufgabe zum Zeigerbild haben wir Ihnen auch versucht zu vermitteln, wie man selbst ganz einfach ein Erklärvideo aufnehmen kann, wenn man mal eine Lösung oder ein Verfahren verstanden hat. Außerhalb der Aufgabe hat das aber meines Wissens auch niemand getan, auch wenn es technisch sehr einfach und dem Verständnis des Stoffes extrem zuträglich ist.

Auch das GETcamp, das leider etwas mit technischen Startschwierigkeiten zu kämpfen hatte, hätte inhaltlich aktiver von studentischer Seite ausgestaltet werden können, wenn mehr Studierende mehr Eigeninitiative zeigen würden und mehr Engagement über das Pflichtprogramm hinaus an den Tag legen würden. Leider haben viele die personalisierten Zusatzaufgaben, die ja immer wieder für den dadurch gewonnenen Erkenntnisgewinn sowie die gute und langfristige Prüfungsvorbereitung gelobt werden, nur exakt so lange bearbeitet, bis sie genug Punkte für die Prüfungszulassung zusammen hatten, um dann mangels gründlicherer Vorbereitung in der Klausur zu scheitern. Das fragt man sich als Lehrender manchmal zurecht, warum man so viel Aufwand investiert, solche Aufgaben zu konzipieren und bereitzustellen.

Noch ein paar Worte zur Klausur und der kleinen Evaluierung dazu. Natürlich wird eine Klausur immer aus einem Anteil „komplett neuer“ Aufgaben bestehen, die es genau so noch nicht in vorherigen Klausuren oder im Übungsheft gegeben hat. Wir möchten nämlich nicht, dass Sie kochrezeptartig Lösungswege auswendig lernen, sondern die grundlegenden Berechnungskonzepte (Knotensatz, Maschensatz, Strom-Spannungs-Beziehungen, etc.) verstehen. Es geht in der Klausur auch nicht um eine reine Wissensabfrage, sondern um den Nachweis von Kompetenzen, also der Handlungsfähigkeit in Situationen mit offenem Ausgang. Das geht naturgemäß nur mit Aufgaben, die man exakt genau so noch nicht vorher gesehen hat.

Es geht also nicht um das „Auswendiglernen“, sondern um das „Können“. Wie viel von dem vorherigen Stoff „auswendig gelernt“ wurde, zeigte leider die Aufgabe 1 zu Ladung und Strom, bei der sehr viele fälschlicherweise irgendeine Art von Exponentialfunktion vermuteten, die wir vorher häufig in Aufgaben besprochen hatten, obwohl dort eine sehr einfache bzw. die einfachste Wurzelfunktion gegeben war. Wenn der eigene Horizont durch das Memorieren von Musterlösungen so verengt ist, dass man nur noch in e-Funktionen denkt und keine Wurzelfunktion mehr erkennt, ist das natürlich ein Problem. So ist das in der Evaluierung geäußerte Statement „Wenn schon eine etwas schwierigere Funktion als Graph dargestellt ist (Aufgabe 1), dann sollte wenigstens noch dazu stehen, welchem allgemeinen Muster der Graph folgt.“ zurückzuweisen. Es war eine einfache Wurzelfunktion, natürlich sollte man diese erkennen, ohne dass es dransteht.

Warum sich andererseits Studierende in der Evaluation z.B. eine Aufgabe zur Fourierreihe in der Klausur gewünscht haben, meines Erachtens eines der schwierigsten und aufwendigsten Themen überhaupt, erschließt sich mir auch nicht so ganz. Insgesamt, und da sind wir wieder bei der Aktivität und dem Engagement, war die Teilnahmequote in den vier semesterbegleitenden Befragungen aber auch sehr gering (es gab jeweils 23, 19, 12 und 19 Rückmeldungen von etwa 150 Studierenden, die im Kurs aktiv sein müssten). Stärker und aussagekräftiger kann man aus studentischer Sicht eigentlich nicht zurückmelden, dass einem herzlich egal ist, was dort in der Lehrveranstaltung so passiert.

In diesem Sinne wünsche ich mir von Ihnen, die Sie ihr Studium erfolgreich abschließen möchten, für die kommenden Semester mehr Engagement, mehr Eigeninitiative über das „Prüfungsrelevante“ und unbedingt Notwendige hinaus, mehr Aktivitäten und mehr Einbringen Ihrer Ideen in die Lehrveranstaltungen. Ihre ebenso engagierten Lehrenden, Professor*innen, Tutor*innen sowie Übungs- und Seminarleiter*innen werden es Ihnen danken.

Viele Grüße und eine verdiente Semesterpause

Mathias Magdowski

Personalisierbare Aufgaben und anonymer Peer Review

Die Lehren-Kollegin Elke Bosse ist für die Abschlusspublikation zum Lehren-Programm auf der Suche nach Hinweisen, was aus den Projekten geworden ist, die wir als Teilnehmer*innen im Jahres- bzw. Dachprogramm verfolgt haben. Da mein Projekt aus dem Jahrgang 2018 zahlreiche Spuren im Internet hinterlassen hat und auch anderweitig publik gemacht wurde, möchte ich gern entsprechende Links oder Quellenangaben (bzw. elektronische Dokumente) teilen. Diese habe ich in diesem Blogartikel mit ein paar einleitenden Informationen auch für anderen Interessierte zusammengestellt.

Zusammenfassung

Beim Konzept von personalisierbaren Aufgaben mit anonymem Peer Review bekommen alle Studierenden eine eigene Aufgabe per E-Mail zugeschickt, können diese lösen und ihre Lösung über das Moodle zur Korrektur einreichen. Um den Korrekturaufwand für die Lehrenden zu senken, begutachten sich die Studierenden dann anhand einer ebenfalls personalisierten Musterlösung gegenseitig. Das ganze Verfahren läuft semi-automatisiert ab und ist dadurch gut skalierbar.

Gegenüber einfachen Multiple-Choice- oder Zahlenwert-und-Einheit-Aufgaben lassen sich hier auch der Rechenweg und Ansatz gut bewerten. Im Projekt soll ein Moodle-Plugin konzipiert, entwickelt, programmiert und bereitgestellt werden, das die bisherige technische Umsetzung in MATLAB bzw. Python ersetzt, die komplex und teilweise zeitaufwendig in der Anwendung ist. Damit kann das von den Studierenden sehr gut angenommene und etablierte Verfahren viel einfacher für eine größere Anzahl von Lehrveranstaltungen genutzt und umgesetzt werden.

Bisherige Aktivitäten und Motivation

Um unsere Studierenden vom Bulimielernen abzubringen und zu motivieren, sich schon während des Semesters (und nicht erst kurz vor der Prüfung) mit den Grundlagen der Elektrotechnik zu beschäftigen, wurde das Konzept personalisierter Aufgaben mit anonymem Peer Review entwickelt. Alle Studierenden bekommen eine eigene Aufgabe per E-Mail zugeschickt, können diese lösen und ihre typischerweise handschriftliche, abfotografierte bzw. eingescannte Lösung über ein Lernmanagementsystem zur Korrektur einreichen. Die Kommunikation findet dabei rein digital statt und ist damit perfekt für die Distanzlehre geeignet. Um den Korrekturaufwand für die Lehrenden zu senken, begutachten sich die Studierenden dann anhand einer ebenfalls personalisierten Musterlösung gegenseitig, so dass auch Studierenden, welche die Aufgabe selbst nicht korrekt lösen konnten, trotzdem fachlich richtig korrigieren können. Das Verfahren der Aufgabenerstellung, des Versands, der Einreichung und gegenseitigen Kontrolle läuft semi-automatisiert ab und ist dadurch auch für große Studierendengruppen gut geeignet. Gegenüber einfachen Multiple-Choice- oder Zahlenwert-und-Einheit-Aufgaben lassen sich hier auch Rechenweg und Ansatz sowie Skizzen, Schaltbilder und Diagramme gut bewerten sowie typische Fehlverständnisse und Misskonzepte aufdecken.

In einer von bisher elf entwickelten Aufgabentypen, in der es um das Zeichnen eines Zeigerbildes geht, erfolgte die Einreichung auch nicht als abfotografiertes oder eingescanntes Lösungsblatt, sondern als studentisch erstelltes Erklärvideo (Screencast bzw. abgefilmte Hand), weil sich so nicht nur das Ergebnis sondern auch der Prozess der Lösung viel besser dokumentieren und damit auch korrigieren bzw. bewerten lassen. Als Hilfestellung bekommen die Studierenden eine kurze Anleitung zum Bau eines improvisierten Stativs sowie ein kurzes Beispielvideo. Die Studierenden trainieren so neben der Fachkompetenz auch ihre Medienkompetenz, setzen sich mit den Möglichkeiten der Digitalisierung auseinander und gewinnen beim Hineindenken in fremde Lösungswege im Rahmen des Peer Review ein tieferes Verständnis für das Themengebiet der Aufgaben. Der studentische Peer Review bzw. das Peer Assessment als aktivierend Lehr- und Lernmethode sind dabei auch seit Jahren etabliert, siehe z.B. (Gielen, 2007), (Dochy et al., 1999), (Gibbs & Simpson, 2005), (Zare et al., 2017), ohne automatisiertes Framework im Hintergrund aber mit großem Aufwand für die Lehrenden verbunden, (Bhalerao & Ward, 2001).

Die beschriebene Vorgehensweise verbindet auf innovative Art und Weise die Vorbereitung auf klassische Prüfungsformate mit den Möglichkeiten digitaler Medien und deren Erstellung sowie digitaler Kommunikation. Das Verfahren wird von Studierenden zur Vertiefung des Stoffes und zur langfristigen Prüfungsvorbereitung sehr gut angenommen, und ermöglicht eine exzellente Aktivierung sowie gute Prüfungsvorbereitung ohne “teaching to the test”. Das Verfahren skaliert sehr gut und ist auch für sehr große Kurse mit mehr als 100 Teilnehmenden anwendbar. Die Aufgaben
sind tatsächlich randomisiert/algorithmiert und nicht aus einem großen Pool entnommen. Studierende schätzen die Aufgaben sowie damit verbundenen Zusatzpunkte für die Prüfungszulassung und geben sehr positive Rückmeldung. Perspektivisch sind auch Aufgaben mit verschiedenen Schwierigkeitsstufen möglich, bisher wurde aber Wert auf vergleichbare Komplexität und ähnlichen Lösungsaufwand gelegt. Durch die Randomisierung der Aufgaben sind eine kollaborative Lösung und gegenseitige Peer-Beratung der Studierenden untereinander möglich, simple Plagiate
werden aber erheblich erschwert.

Als weitere positive Aspekte sind die Senkung des Korrekturaufwands für die Lehrenden, individuellere und zeitnahe Rückmeldung für größere Gruppen sowie eine freiere Wahl der Lösungsmethode für die Studierenden zu nennen. Außerdem könnten mit der Projektmethode ohne Nutzung des Peer Reviews auch große Aufgabenpools für Open-Book- oder Take-Home-Exams erstellt werden, die zunehmend als alternativen Prüfungsformen für die Distanzlehre diskutiert werden. Ein ähnliches Verfahren wurde in Kooperation mit Olivier Cleynen et al. auch an der Fakultät für Verfahrens- und Systemtechnik umgesetzt.

Vorgehensweise als Ablaufdiagramm

ablaufdiagramm

Technische Umsetzung:

Versand an Studierende: per E-Mail
Einreichung: über Lernmanagementsystem (hier Moodle)
Programmierung: in MATLAB
Textsatz: in LaTeX mit den Paketen TikZ, CircuiTikZ, pgfplots und siunitx

Kennzahlen und Erfolge

  • bisher 13 verschiedene Aufgabentypen entwickelt
  • bisher 24 Durchläufe in 6 Semestern
  • insgesamt ca.:
    – 3900 personalisierte Aufgaben verschickt
    – 2160 studentische Lösungen eingereicht
    – 3820 studentische Peer-Review-Korrekturen durchgeführt

Bisherige Veröffentlichungen, Vorträge und Workshops

Hashtag: #PersonalisierteAufgaben

Veröffentlichungen

  • Cleynen, O., Santa-Maria, G., Magdowski, M. & Thévenin, D. (2020). Peer-graded in-
    dividualized student homework in a single-instructor undergraduate engineering course. Research in Learning Technology, 28.
    https://doi.org/10.25304/rlt.v28.2339
  • Magdowski, M. (2020c). Personalisierbare Aufgaben und anonymer Peer Review mit Erklärvideos als Einreichung – Wie kann man Bulimielernen verhindern, kontinuierliche Mitarbeit fördern und zeitnahe sowie individuelle Rückmeldung ermöglichen? (S. Ludwigs, Hrsg.). In S. Ludwigs (Hrsg.), So gelingt E-Learning! – Reader zum Higher Education Summit 2019.
    https://www.pearson-studium.de/cp-so-gelingt-e-learning-epdf.html
  • Magdowski, M. (2019f). Personalisierte Aufgaben und passende Musterlösungen zu den Grundlagen der Elektrotechnik automatisiert mit LaTeX, pgfplots und CircuiTikZ erstellen (H. Voß, Hrsg.). Die TeXnische Komödie, 31(4), 34–44.
    https://archiv.dante.de/DTK/PDF/komoedie_2019_4.pdf
  • Magdowski, M. (2018c). Personalisierbare Aufgaben und anonymer Peer-Review (M. Miglbauer, L. Kieberl & S. Schmid, Hrsg.). In M. Miglbauer, L. Kieberl & S. Schmid (Hrsg.), Hochschule digital.innovativ | #digiPH Tagungsband zur 1. Online-Tagung.
    https://www.fnma.at/content/download/1529/5759

Pre-Prints

  • Vollbeitrag zu “Personalisierbare Aufgaben und anonymer Peer Review in den Grundlagen der Elektrotechnik” für die Schriftenreihe “Greifswalder Beiträge zur Hochschullehre”
    https://www.overleaf.com/read/tkshqbvwftjz

Vorträge und Workshops

  • Magdowski, M. (2020a). Personalised Tasks and Anonymous Peer Grading. In Transforming Assessment Webinar Series.
    http://transformingassessment.com/events_1_april_2020.php
  • Magdowski, M. (2020b). Personalisierbare Aufgaben und anonyme Peer Reviews. In Webinarreihe „Lehrimpulse aus den Verbundhochschulen Sachsen-Anhalts“.
    https://www.youtube.com/watch?v=nFxohjyscRc
  • Magdowski, M. (2019a). Personalisierbare Aufgaben und anonymer Peer Review. In MatheMINT-Webinarreihe – Mathematik in den MINT-Fächern: Kreative Lehr-Lern-Konzepte digital umgesetzt.
    http://www.ecult.me/personalisierte-aufgaben-und-anonymer-peer-review/
  • Magdowski, M. (2019d). Personalisierbare Aufgaben und anonymer Peer Review mit Erklärvideos als Einreichung (S. Ludwigs, Hrsg.). In S. Ludwigs (Hrsg.), Pearson Higher Education Summit: Digital agil – Impulse für eine moderne Hochschullehre
  • Magdowski, M. (2019c). Personalisierbare Aufgaben und anonymer Peer Review in den Grundlagen der Elektrotechnik (K. Lisek, Hrsg.). In K. Lisek (Hrsg.), interStudies_2 Jahrestagung 2019: „UPtoDATE – Hochschullehre im digitalen Zeitalter“
  • Magdowski, M. (2019e). Personalisierbare Aufgaben und anonymer Peer-Review (L. Esch, Hrsg.). In L. Esch (Hrsg.), HFD Hangout – Online-Meeting für Interessierte aus dem Netzwerk für die Hochschullehre des Hochschulforums Digitalisierung der Hochschulrektorenkonferenz.
    https://hochschulforumdigitalisierung.de/de/hfd-hangout
  • Magdowski, M. (2019b). Personalisierbare Aufgaben und anonymer Peer Review. In Lightning Talk zur Summer School des Hochschulforums Digitalisierung.
    https://www.youtube.com/watch?v=LDw_Ifmg2WM
  • Magdowski, M. (2018a). #digiPH eLecture: Personalisierbare Aufgaben & anonymer Peer Review [Video: https://youtu.be/lSmz5TVEPv8%5D, In Online-Tagung | #digiPH – Hochschule digital.innovativ.
    http://www.virtuelle-ph.at/veranstaltung/digiph-electure-personalisierbare-aufgaben-anonymer-peer-review/
  • Magdowski, M. (2018b). Personalisierbare Aufgaben und anonymer Peer Review sowie QR-Code-Papier zum automatischen Korrekturversand (Workshop zum Tag der Lehre an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg)

Foliensätze

Webseiten

Poster

Links zu ähnlichen Ideen von anderen Universitäten

Literatur

  • Bhalerao, A. & Ward, A. (2001). Towards electronically assisted peer assessment: a case study. Research in Learning Technology, 9(1).
    https://doi.org/10.3402/rlt.v9i1.12014
  • Dochy, F., Segers, M. & Sluijsmans, D. (1999). The use of self-, peer and co-assessment in higher education: A review. Studies in Higher Education, 24(3), 331–350.
    https://doi.org/10.1080/03075079912331379935
  • Gibbs, G. & Simpson, C. (2005). Conditions Under Which Assessment Supports Students’ Learning [Learning and Teaching in Higher Education (LATHE) was published by the University of Gloucestershire between 2005 and 2011. LATHE was edited by Phil Gravestock and Michele Hills. Publication has ceased, the final issue was issue No.5]. Learning and Teaching in Higher Education, (1), 3–31.
    http://eprints.glos.ac.uk/3609/
  • Gielen, S. (2007). Peer assessment as a tool for learning (Diss.).
    https://lirias.kuleuven.be/retrieve/67694
  • Zare, R. N., Cox Jr., C. T., Murphy, K. & Bayas, C. (2017). Implementation of peer-reviewed homework assignments. Journal of College Science Teaching, 3(46), 40–46.
    https://doi.org/10.2505/4/jcst17_046_03_40

Ideen zum Socialising und Onboarding in einem Mathematik-Vorkurs

Arbeitsplatz mit Bildschirm, Maus und Tastatur

Ich organisiere seit 2009 einen einwöchigen Mathematik-Vorkurs „Fit für die Elektro- und Medizintechnik“ an der Otto-von-Guericke-Universität in Magdeburg für unsere Erstsemesterstudierenden in den entsprechenden Studiengängen, der in diesen Jahr natürlich komplett online stattfinden muss. Früher bestand mein Kurs vormittags aus einer täglichen „Vorlesung“ mit einer Input-Phase, einigen Experimenten und Audience-Response-Fragen zur Interaktion. Nachmittags gab es dann eine handschriftliche Übungs- und Diskussionsrunde unter studentischer Anleitung zur Vertiefung und zum Austausch, außerdem eine Computerübung, in der ähnliche Probleme mit Mathematikprogrammen wie Gnuplot, Maxima oder Octave bearbeitet wurden. Für die Selbstlernphase gab es dann noch Aufgaben in der Mathematik-App „TeachMatics“.

In diesem Jahr muss der Kurs natürlich ohne die Präsenzelemente auskommen. Als Videokonferenz-Alternative für synchrone Phasen steht Zoom zur Verfügung. Für asynchrone Phasen gibt es zahlreiches Material als PDF-Dateien und die Audience-Response-Fragen als Quizze im Moodle. Die Experimente könnte ich natürlich auch als Video aufzeichnen und asynchron bereitstellen. Etwas Kopfzerbrechen bereitet mir noch das Onboarding und Socialising der Studierenden, das gegenseitige Kennenlernen, das Knüpfen erster Kontakte und das Bilden von Lerngruppen rein über ein Online-Format, sowie die Frage, wie sich das typische Gemeinschaftsgefühl entwickeln kann, wenn alle einzeln zu Hause sitzen und sich nicht schonaus anderen Lehrveranstaltungen kennen.

Hierzu habe ich mich schon mal per Zoom mit meinen Vorkurs-Tutor*innen Lena, Mahmoud und Philipp getroffen, ausgetauscht und gemeinsam ein bisschen über ein Konzept eines reines Online-Vorkurses nachgedacht. Das Ergebnis möchte ich hier kurz zusammenfassen und freue mich auf auch weiteren Austausch und weitere Anregungen.

Klar ist, dass man sicher einige fachliche Inhalte weglassen muss, um mehr Zeit für das Ausprobieren und Erlernen von reinen Online-Formaten und das gegenseitige Kennenlernen einzuplanen, das eben nicht so ganz nebenbei wie im Hörsaal oder Seminarraum passiert. Wichtigstes Ziel für mich ist, die Studierenden zumindest die eine Woche lang zu motivieren, sich ab Online-Vorkurs zu beteiligen und aktiv zu sein. Wenn dabei auch noch nebenbei ein bisschen was zur Mathematik passiert, wäre das um so besser.

Gesammelte Links zum „Onboarding“ und „Socialising“ in Online-Kursen:

Grobe Zusammenfassung des (fachlichen) Konzepts:

Vormittags:

  • vorbereitete Flipped-Classroom- bzw. Input-Videos (ca. 45 Minuten) über YouTube
  • dazu gibt es ein Skript mit Formel-Lückentexten zum aktiven Anschauen der Videos
  • Live-Veranstaltung mit Quizzen, Interaktion und Rückfragen (45 Minuten), in denen das Basiswissen überprüft wird

Nachmittags:

  • Übungen mit Breakout-Räumen für jede Lerngruppe
  • neue Einstiegsaufgaben zum einfacheren Hineinfinden in das jeweilige Themengebiet
  • verschiedene Zoom-Meetings für jede(n) Tutor*in

Ideen für Kennlernspiele und Ice Breaker:

  • https://skribbl.io/
  • Alle denken sich 3 Fakten über sich aus, einer davon ist gelogen. Die anderen müssen raten, welcher Fakt das ist.
  • Alle markieren ihren aktuellen Wohn- und Studienort auf einer Karte.
  • Virtueller Kneipenabend auf http://www.cafecentral.k-n-o.de/central-digital/
  • Alle sagen, welche Veranstaltung auf https://magdeboogie.de/ sie besuchen würden und warum?
  • „Eingewöhnung“ an digitale Lehr- und Lernformate per Videokonferenz, z.B. als Video mit Videokonferenz-Howto

Außerdem möchten wir vorher einen Brief an die Studierenden verschicken, z.B. mit:

  • Formelsammlung/Skript als Lückentext
  • Kurvenschablone
  • Videokonferenzkarten
  • Dinge, die im Sinne von „umgekehrter Augmented Reality“ in die Kamera gehalten werden können und irgendein verbindendes Element haben, z.B. um damit Lerngruppen zu bilden

Ideen zur Lerngruppenfindung:

  • Umfrage mit Einstellung zur Mathematik
  • ideale Gruppengröße: 4 Personen (übersichtlich in Zoom, klein genug, damit alle aktiv werden und niemand sich verstecken kann)
  • eventuell gibt es eine gemeinsame Gruppenaufgabe, die nur als Gruppe zu lösen ist

Nach jedem Tag wollen wir uns Tagesfeedback über https://ideaboardz.com/ einholen:

  • Was hat heute besonders gut geklappt/gefallen?
  • Was hat eher schlecht funktioniert?
  • Was hat mir heute gefehlt? Was wünsche ich mir für morgen?
  • Was hat mich heute am meisten überrascht?

Bitte kein aufwendiges und wenig nutzbringendes Online-Proctoring!

In Reaktion auf ein schönes amtliches Dokument zu Online-Prüfungen, die „Ordnung zur Bewältigung der durch die Coronavirus SARS-CoV-2-Epidemie an den Betrieb der Bergischen Universität Wuppertal gestellten Herausforderungen in Studium, Lehre und Prüfungen„, in der Ideen zur Abwicklung für mündliche und schriftliche Online-Prüfungen und z.B. auch der Umgang mit (technischen) Störungen zusammengefasst sind, habe ich mal ein paar Gedanken zum Umgang und zur Abwicklung solcher Prüfungen verschriftlicht, weil ich davon ausgehe, dass auch anderen Hochschulen in Kürze ähnliche Ordnungen bevorstehen.

Hier ein erster Auszug aus dem Dokument:

Durchfuehrungsbestimmungen_mit_Markierungen

Mir erschließt sich z.B. nicht so ganz, wo der Vorteil liegen soll, den Studierenden die Prüfungsunterlagen per Post zuzuschicken (was aufwendig, teuer und bei internationalen Studierenden im Ausland auch logistisch schwierig ist) und diese auch wieder per Post einreichen zu lassen. Es ist außerdem sehr schwierig, 25 Studierende per Videokamera gleichzeitig dabei zu beaufsichtigen, wie sie auf Kommando die Briefe öffnen und diese dann 90 min später auf Kommando auch wieder sicher versiegeln. Ich sehe auch schon viele Studierende nach „briefe aufdampfen wie in sonnenallee“ googlen ;-).

Warum verzichtet man nicht einfach auf die Nutzung von speziellem Klausurpapier und stellt den Studierenden die Prüfungsaufgaben just-in-time per Moodle oder E-Mail zur Verfügung, gern auch als zertifiziertes PDF-Dokument inklusive eines Hashwertes, den die Studierenden zu Beginn der Prüfung verifizieren sollen. Stimmt der Hashwert nicht, löst der Prüfling also potentiell einen verfälschten Aufgabenzettel, fällt das sofort auf. Randomisierte Aufgaben und große Aufgabenpools erfordern eine eigenständige Lösung der Studierenden. Kompetenz- und nicht wissensreproduktions-orientierte Aufgaben ermöglichen das Konzept von Open-Book-Klausuren umzusetzen, die es ja vorher in Präsenzprüfungszeiten auch schon als sogenannte „Kofferklausuren“ gab.

Die gleiche Online-Variante würde auch bei der Einreichung funktionieren. Die Studierenden fotografieren Ihre handschriftlichen Lösungsblätter ab (was ja bei unseren personalisierten Aufgaben auch sehr gut funktioniert), generieren ein Hashwert und reichen den Hashwert sofort, die eigentlichen Dateien bei geringer Bandbreite zur Not auch zeitverzögert per Moodle oder E-Mail ein. Eine nachträgliche Manipulation ist damit technisch ausgeschlossen. Die dafür nötigen Hashwerte zu generieren ist nicht aufwendig, das geht einfach im Browser. Die somit sofort digital vorliegenden Lösungen können dann auch direkt digital an die korrigierenden Personen verteilt werden und man hat keinen Papierkrieg. Was ist z.B. auch, wenn einer der Prüfungsbriefe verloren geht? Werden diese per Einschreiben mit Rückschein verschickt? Haftet die Post für eine nichtbestandene Prüfungsleistung? Das erscheint mir alles wenig durchdacht.

Ansonsten halte ich die gleichzeitige Videoüberwachung aller Studierenden für sehr paranoid, befremdlich, datenschutzrechtlich bedenklich und auch unnötig. Es entspricht auch nicht unserem Leitbild Lehre, in dem es heißt: „Die Basis unserer Informations- und Kommunikationskultur sind Vertrauen und Transparenz.“

Wenn jemand betrügen möchte, wird er oder sie es auch mit Videoüberwachung schaffen. Dritte Personen können sich sonstwo in einem Raum verstecken, man kann falsche, vorproduzierte Kamerabilder einspeisen, beim Ton ist das noch einfacher, etc. Wer es als MINT-Student*in nicht schafft, seine eigenen Atem-, Schreib- und eventuell auch Tippgeräusche in Dauerschleife aufzuzeichnen und in ein Videokonferenzsystem einzuspeisen, sollte sowieso keinen MINT-Abschluss bekommen ;-). Die permanente Videoüberwachung benötigt auch unnötige Bandbreite und ist technisch anfällig. Außerdem ist auch sehr fraglich, was nun passiert, wenn absichtlich oder unabsichtlich (wie will man aus der Ferne unterscheiden, ob ich bei meiner Fritz!Box den Stecker rausgezogen oder der Bagger vorm Haus das Kabel gekappt hat) die Verbindung zusammenbricht.

Wenn man es richtig machen würde, sollte man z.B. den Prüfling, seinen Schreibtisch und einen Computermonitor im Bild haben, auf dem z.B. eine bestimmte Webseite geöffnet ist. Diese Webseite wechselt in beliebigen Abständen die Hintergrundfarbe in nicht-vorhersagbarer Reihenfolge. Damit würde in einer Proctoring-Überwachung sofort auffallen, wenn von einem Prüfling kein Live-Bild sondern etwas Vorproduziertes in Dauerschleife läuft. Die Frage ist, ob man den Studierenden so viel Misstrauen entgegen bringen möchte. Außerdem benötigen die Studierenden dafür mindestens zwei digitale Endgeräte bzw. eine Webcam mit genügend langem USB-Kabel.

Wenn man solche technischen Raffinessen aber nicht nutzt, ist alles Online-Proctoring (Ausweisen der Studierenden durch Lichtbildausweis, Kameraschwenk durch den Raum, etc.) umsonst, weil es sich vergleichsweise einfach durch Einspeisen von vorproduziertem Material umgehen lässt.

Hier ein zweiter Auszug aus dem Dokument:

Durchfuehrungsbestimmungen2_mit_Markierungen

Außerdem finde ich es organisatorisch sehr spannend, wie eine aufsichtsführende Person für eine z.B. 90-minütige Prüfung nacheinander

  1. alle studentischen Ausweise mit Lichtbild kontrolliert (was ist mit Webcams mit Festfokus auf die typischen 50 cm Distanz, da kann man sonstwas in die Kamera halten, kleine Sachen scharf darzustellen, ist unmöglich, wie lange wird so etwas wohl dauern, 25 mal x Sekunden?)
  2. bei allen Studierenden einen Kameraschwenk im Raum macht (sehen diesen dann auch die anderen Studierenden oder macht die Aufsicht das in 25 separaten Breakout-Räumen?, wie lange wird so etwas wohl dauern, 25 mal x Sekunden?)
  3. dann alle (gleichzeitig?) dabei beaufsichtigt, wie die vorher natürlich nicht manipulierten Briefumschläge geöffnet werden (wie stark muss man vorher seine Kameralinse mit fettigen Fingern anfassen und gegen das Licht ausrichten, damit der kleine wieder zugeklebte Schlitz an der Briefunterseite nicht auffällt?)
  4. dann (optional) die Aufgaben diktieren (!?, wie sieht es da mit der Barrierefreiheit aus)
  5. immer mal wieder Studierende, die den Eindruck erwecken, unnötig nach links oder rechts zu schauen und seltsam unsynchrone Lippenbewegungen zu machen (was ist eigentlich mit Bauchredner*innen?) bittet, weitere Kameraschwenks durch den Raum zu machen, worauf sich die promovierte Hilfsperson immer schnell unterm Jugendbett versteckt
  6. Studierende zwischenfragen, ob und wie lange sie mal die heimische Toilette aufsuchen dürfen (um mal schnell ein paar Sachen auf den Smartphone zu googlen)
  7. am Ende alle (wieder gleichzeitig?) dabei beaufsichtigt, den Briefumschlag zu versiegeln (MINT-Sonderfrage: Wie viel dpi muss ein Scanner und Farbdrucker haben, damit man selbst oder jemand anderes während der Prüfung das Siegel reproduziert, so dass es bei verschmierter Kameralinse mit Festfokus echt genug aussieht? Gibt es dann wenigstens für jede Prüfung ein anderes Siegel, so dass die Studierenden sich immerhin den Aufwand leisten müssen, es jedes mal neu einzuscannen und auszudrucken und nicht einfach das von der letzten Prüfung aus der WhatsApp-Gruppe zu nehmen.)

Fragen über Fragen, beliebig viele Angriffsvektoren, richtig durchdacht scheint mir das Konzept noch nicht. Ich frage wirklich, was und wo das Problem ist, auf den ganzen Zauber zu verzichten, ordentliche, sinnvolle, randomisierte und kompetenzorientierte Prüfungsfragen zu stellen und auf eine Eigenständigkeitserklärung der Studierenden zu vertrauen (gern auch mit mehreren kleinen Prüfungen über das Semester verteilt, statt einer großen Abschlussprüfung). Alles andere macht nur beliebig viel Aufwand und bringt dafür beliebig wenig Nutzen.

 

Feedbackbogen zur Zwischenevaluation einer Online-Lehrveranstaltung

Unsere Online-Lehrveranstaltung zu den Grundlagen der Elektrotechnik ist mittlerweile in der 5. Woche. Zeit, sich nach der Anfangsbefragung mal ein kurzes Zwischenfeedback von den Studierenden einzuholen.

Liebe Studierende,

auch ich vermisse weiter den persönlichen Kontakt zu Ihnen. Wir haben bisher versucht, Sie so gut es geht mit Lehrmaterialen, Aufgaben und Quizfragen zu den Grundlagen der Elektrotechnik zu versorgen, viele Fragen zu beantworten und Ihnen bestmöglich individuelle Rückmeldung zu geben. Wir würden gern wissen, wie gut uns das gelungen ist. Deshalb finden Sie im Folgenden einen kurzen Fragebogen. Ich würde mich sehr über Ihre Rückmeldung freuen.

Viele Grüße und bleiben Sie gesund!

  • Wie geht es Ihnen? (sehr schlecht, schlecht, geht so, gut sehr gut)
  • Haben Sie Kontakt zu Ihren Kommiliton*innen (per Telefon, Skype, WhatsApp, Instagram, etc.) bzw. einer Lerngruppe? (mehrmals täglich, täglich, mehrmals wöchentlich, wöchentlich, seltener)
  • Haben Sie in den letzten Wochen genügend Erfahrung mit digitalen Lehrangeboten gesammelt, um diese sinnvoll für den Rest des Semester nutzen zu können? (nein, eher nein, eher ja, ja)
  • Was hat Ihnen bisher am meisten beim Selbstlernen geholfen? (Freitext)
  • Was hat Sie bisher am meisten am Selbstlernen gestört bzw. davon abgehalten? (Freitext)
  • In welchem Umfang haben Sie sich die Einstiegsaufgaben zum Thema xxx angeschaut und bearbeitet? (komplett, zum Teil, gar nicht)
  • Wünschen Sie sich weitere Einstiegsaufgaben zu den anderen Themen? (ja, unbedingt, eher ja, eher nein, auf keinen Fall)
  • Wie gefällt Ihnen die Online-Vorlesung? (Freitext)
  • Haben Sie schon einen der Online-Sprechstunden-Termine wahrgenommen, und wenn nein, warum nicht? (Freitext)
  • Wie gefallen Ihnen die bisherigen Quiz-Fragen im E-Learning-Kurs? (Freitext)
  • Wie gefallen Ihnen die bisherigen personalisierten Zusatzaufgaben? (Freitext)
  • Was wünschen Sie sich für den Rest des Semesters? (Freitext)
  • Wenn morgen eine 90-minütige Leistungskontrolle mit fünf Aufgaben (zu den Themen u, v, w, x, und y) wäre, wie gut fühlen Sie sich darauf vorbereitet?(sehr gut, gut, mittelmäßig, schlecht, sehr schlecht)
  • Das wollte ich noch loswerden. (Freitext)

Vielen Dank für Ihre Rückmeldung. Diese hilft uns sehr, ein geeignetes Online-Lehrformat für die nächsten Wochen zu entwickeln.

Bisher haben innerhalb einer Woche leider nur 6 Studierenden den Bogen ausgefüllt. Eine gute, repräsentative und aussagekräftige Rücklaufquote zu erreichen, halte ich auch immer noch für die größte Herausforderung bei reinen Online-Befragungen.